Interessensvertretung
und Kompetenzzentrum
für Frauen*rechte
in der Schweiz


Newsletter November 2018
Liebe Leser*innen

Wissen Sie, was Männlichkeitsvorstellungen mit Gewalt gegen Frauen* zu tun hat? Kennen Sie die Istanbul-Konvention? Benutzen Sie eher den Begriff Sexarbeit oder den Begriff Prostitution? Wissen Sie, wann die Schweiz das nächste Mal Rechenschaft über die Umsetzung der Frauenrechtskonvention CEDAW abgeben muss? 

Diese und weitere Themen behandelt unser Rundbrief 2018. Sie finden Ihn hier als PDF.

Wir wünschen Ihnen eine gute Lektüre des Rundbriefs und dieses Newsletters.




THEMEN UND KAMPAGNEN

              THÈMES ET CAMPAGNES

Istanbul-Konvention: Neues zivilgesellschaftliches Netzwerk fordert genügend Ressourcen für Kampf gegen Gewalt an Frauen* und Mädchen*

Seit April gilt in der Schweiz die Istanbul-Konvention zur Bekämpfung von Gewalt an Frauen* und häuslicher Gewalt. Über 40 NGOs und Fachstellen haben sich als Netzwerk Istanbul Konvention zusammengeschlossen und fordern eine konsequente, diskriminierungsfreie und inklusive Umsetzung dieses internationalen Übereinkommens. mehr

«Einfach Politik», Podcast von SRF zur Schweizer Politik.

Frauen sind in der Politik krass untervertreten. Doch wieso ist das noch immer so, obwohl es seit Jahren Frauenlisten, Gleichstellungsbüros und viele andere Frauen-Fördermassnahmen gibt? Dieser Frage sind meine Kolleginnen Ruth Wittwer und Valérie Wacker nachgegangen. Sie erzählen die Geschichte einer CVP-Lokalpolitikerin, die im Kanton Thurgau ihre Karriere mit viel Elan begonnen hat und jetzt, wo sie auf dem Sprung wäre in die nationale Politik, enttäuscht den Bettel hinschmeisst. mehr

Das Private ist politisch – Neue Ausgabe der Zeitschrift «Frauenfragen»

Bern: Frauen machen seit jeher Politik und kämpfen für ihre Rechte. In der aktuellen Nummer ihrer Fachzeitschrift fragt die EKF nach den Motiven von Aktivistinnen, ihren Aktionsformen und Zielen. mehr

Lila – das Ratespiel

Unter www.100frauen.ch porträtieren wir noch bis Ende Jahr aussergewöhnliche Frauen in der Schweiz. Weit mehr als 100 Frauen werden in «Lila – Das Ratespiel» vorgestellt. Mit dem Spiel – insgesamt sind es 600 Fragen – wollen wir auf spielerische Weise auf bemerkenswerte Frauen und ihre Taten aufmerksam machen. Um «Lila – Das Ratespiel» produzieren zu können, haben wir eine Crowdfunding-Kampagne erstellt. Alle Infos dazu finden Sie hier.

Plattform CH2021

50 Jahre Stimm- und Wahlrecht auch für Frauen, der entscheidende Meilenstein in der Schweizer Demokratie. Infos über Aktivitäten auf ch2021.ch.

Zwei neue Bundesrätinnen braucht das Land! Resolution der Schweizer Frauendachorganisationen an die CVP- und FDP Bundeshausfraktion

alliance F:Die Schweizer Frauendachorganisationen und weitere Frauenorganisationen, auch Juristinnen Schweiz, fordern die CVP und FDP Fraktion auf, je ein Frauenticket für die Bundesratswahlen vom 5. Dezember 2018 zu präsentieren.
Die Hälfte der Schweizer Bevölkerung ist weiblich. Und trotzdem ist ihre Perspektive im Bundesrat nicht angemessen vertreten. Das widerspricht dem Grundgedanken der Konkordanz und repräsentiert in keiner Weise einen modernen Bundesstaat. Unser Land wurde bisher von 110 Männern und gerade mal 7 Frauen regiert. Daran hat sich auch seit der Einführung des allgemeinen Stimm- und Wahlrechtes 1971 nicht viel verbessert. Nicht einmal jedes fünfte neu gewählte Bundesratsmitglied war seither eine Frau.
Das bedeutet, dass heute die Hälfte der Bevölkerung nicht angemessen in der Regierung unseres Landes vertreten ist. Bald werden wir vielleicht sogar nur noch eine Frau und sechs Männer in unserer Regierung haben. In der Logik der Konkordanz, die wir so hoch schätzen, ist aber eine angemessene Vertretung der Geschlechter ebenso unbestritten wie die angemessene Vertretung der Landesgegenden und Sprachregionen. Aus diesen Gründen sollte die Bundesversammlung am 5. Dezember 2018 eine Auswahl an Kandidatinnen haben, damit zwei neue Bundesrätinnen für unsere Landesregierung gewählt und unsere Demokratie gestärkt wird. Es stehen genügend kompetente Kandidatinnen zur Verfügung, die alle erforderlichen Kriterien erfüllen.Aus diesen Gründen fordern die Schweizer Frauendachorganisationen und weitere Frauenorganisationen die CVP Fraktion und die FDP Fraktion auf, je ein reines Frauenticket für die Bundesratswahlen vom 5. Dezember 2018 zu präsentieren.

Gender based Violence against women in politics and during elections must be eradicated, warns UN Special Rapporteur on violence against women

IWRAW Asia Pacific!:We are writing to alert you on a report presented by the Special Rapporteur on Violence against Women, its Causes and Consequences, Ms. Dubravka Šimonović to the UN General Assembly in October 2018 on gender-based violence against women in politics. more

Der umfassende Internet-Sicherheitsleitfaden für Frauen

Wurdest Du schon jemals auf der Straße belästigt? Hast Du eine krasse Nachricht über eine Dating App erhalten? Hat ein Mitarbeiter schon einmal eine abfällige Bemerkung über Dein Aussehen gemacht? Du bist auf jeden Fall nicht alleine.
Durch die #MeToo-Bewegung musst Du Dich nur bei Twitter oder Facebook anmelden und siehst sofort, wie viele Frauen schon Opfer von sexueller Belästigung wurden. Ob das nun persönlich oder online geschehen ist, Frauen auf der ganzen Welt haben schon eine ähnliche Erfahrung gemacht. Das Internet hat natürlich viele Optionen ermöglicht, wie wir kommunizieren können. Aber auch Online-Belästigung ist weit verbreitet. mehr

Wir gehen! Austritt sechs bekannter Frauen aus der katholischen Kirche

IG feministische Theologinnen: Sie haben sich den Entscheid nicht leichtgemacht. Doch die Äusserung von Papst Franziskus, dass eine Abtreibung wie ein Auftragsmord sei, brachte das Fass zum Überlaufen. Nun gaben mit Cécile Bühlmann, Anne-Marie Holenstein, Monika Stocker, Doris Strahm, Regula Strobel und Ruth-Gaby Vermot sechs namhafte Frauen ihren Austritt aus der römisch-katholischen Kirche öffentlich bekannt. mehr

Aktion von Männern* gegen Gewalt an Frauen*

cfd, 22. November 2018: In einer Nachtaktion haben Männer* heute Morgen mehrere Skulpturen in Schweizer Städten umgestaltet und Fahnen mit der Aufschrift «Gemeinsam für eine Welt ohne Gewalt an Frauen*» platziert. Die Aktivisten geben an, genug von starren Rollenbildern zu haben, da diese auch oft zu Gewalt an Frauen* führen. Es handelt sich um eine Aktion im Rahmen der schweizweiten Sensibilisierungskampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen*». mehr

Neues Video vom Mädchenhaus Zürich

Video

16 Tage gegen Gewalt an Frauen*

#mehrmännlichkeiten. Erklärvideo




VERANSTALTUNGEN

              MANIFESTATIONS

3. Dezember 2018: Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich – Männer kaufen Sex - warum eigentlich? 

Der Sozialwissenschaftler Udo Gerheim berichtet über seine Forschung im Feld der Prostitution. Er hat Männer, die sexuelle Dienstleistungen kaufen, nach ihren Motiven und Einstellungen befragt. Marijn Pulles vom Präventionsprojekt «Don Juan» gibt Einblick in die Freierarbeit in Zürich. Wann: 18:00 Uhr. Wo: Bibliothek zur Gleichstellung, Stadthaus, Stadthausquai 17, 8001 Zürich (4. Stock, Raum 429). Weitere Infos hier.

5. Dezember 2018, 7.45 Uhr, Bundesplatz Bern: Bundesratswahlen

alliance F: Wir wollen am 5. Dezember 2018 nicht unbeteiligt zuschauen, wenn die Bundesversammlung die Nachfolge von Bundesrätin Doris Leuthard und Bundesrat Johann Schneider-Ammann wählt. Deshalb wollen wir die Parlamentarierinnen und Parlamentarier auf ihrem Weg ins Bundeshaus daran erinnern, dass es in ihrer Verantwortung steht Frauen zu wählen. Hilf uns!
Dresscode: Bundesrätinnen-Trikot (Hast du noch keins? Dann bestell deins hier). Die Wahl verfolgen wir anschliessend gemeinsam im Impact Hub Bern. Hier gehts zur Anmeldung.

6. Dezember, 18-22h, Bern: Samichläusinnen-Tag mit dem Frauen*ensemble FIMMENE

Werkhof 102, Schwarztorstrasse 102, 3007 Bern
Die Samichläusinnen kommen vorbei und lesen Geschichten für aufmüpfige Kinder vor, danach hören wir (laut)starke Frauen*stimmen: FIMMENE singen und spielen widerständige und wehmütige Lieder unserer Schwestern aus der ganzen Welt. Gemeinsam stossen wir mit Glühwein auf das nahende Kampagnenende an. Kollekte zu Gunsten der Kampagne 2019. Anmeldung bis 29. November an 16tage@cfd-ch.org.

11. Dezember, 18.00-20.00 Uhr, Bibliothek zur Gleichstellung: «Pränatale Zeiten», Buchpräsentation

Die Historikerin Caroline Arni präsentiert im Gespräch mit Christina Caprez ihr neues Buch «Pränatale Zeiten». Bestimmen Gene und Biologie («Natur») das menschliche Subjekt? Oder sind Erziehung und Gesellschaft («Kultur») weit entscheidender und prägender? Mit den Forschungen zur pränatalen Prägung wird nun eine dritte merkmalsbildende Kraft postuliert: die vorgeburtliche Entwicklung. Stadthaus, Stadthausquai 17, 8001 Zürich (4. Stock, Raum 429).




Bildung

              Formation

Weiterbildung Internationaler Menschenrechtsschutz

Das Schweizerische Kompetenzzentrum für Menschenrechte (SKMR) führt gemeinsam mit dem Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) erneut die Weiterbildung zum internationalen Menschenrechtsschutz durch. Diese vermittelt Wissen, bietet aber auch die Möglichkeit, Fragen aus der Praxis und zur Menschenrechtspolitik zu diskutieren. Die Weiterbildung richtete sich bisher an Angestellte der Bundesverwaltung. Dieses Jahr möchten wir die Weiterbildung auch für Mitarbeitende von NGOs öffnen, weshalb wir Sie auf dieses interessante Angebot aufmerksam machen.
Die Weiterbildung findet vom 28. März bis am 23. Mai 2019 an der Universität Bern statt (jeweils donnerstags von 8.45-11.00 Uhr). In 8 Modulen thematisieren Referierende aus dem EDA, dem SKMR und externe Spezialistinnen und Spezialisten folgende Aspekte des Menschenrechtsschutzes:

Internationale und nationale Rechtsgrundlagen der Menschenrechte;
Bürgerliche und politische Rechte;
Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte / Agenda 2030 und die Menschenrechte;
Nationale versus internationale Gesetzgebung: Auswirkungen auf die Menschenrechte;
Frauenrechte und Rechtsgleichheit zwischen den Geschlechtern
Wirtschaft und Menschenrechte;
Menschenrechte im Zeitalter der Digitalisierung;
Offene Fragen und Diskussionen.

Die Anzahl externer Teilnehmenden ist auf 15 Personen beschränkt, welche sehr gute passive Deutsch- und Französischkenntnisse besitzen sollten (die Referate werden entweder auf Deutsch oder Französisch gehalten). Falls Mitarbeitende Ihrer Organisation Interesse an der Weiterbildung haben, melden Sie diese bitte bis am 14. Dezember 2018 an bei luisa.jakob@skmr.unibe.ch (max. 2 Personen pro Organisation).

Formation continue protection internationale des droits humains

Le Centre suisse de compétence pour les droits humains (CSDH) propose à nouveau, en collaboration avec le Département fédéral des affaires étrangères (DFAE), une formation sur la protection internationale des droits humains. Cette formation vous permet non seulement d’acquérir de nouvelles connaissances en la matière, mais elle vous donne également l’opportunité de discuter de politique des droits humains et de questions pratiques. Jusqu’à présent, la formation était destinée aux employé-e-s de la Confédération. Cette année, nous souhaitons la rendre accessible aux collaborateurs et collaboratrices des ONG, raison pour laquelle nous vous présentons cette offre.
La formation aura lieu du 28 mars au 23 mai 2019 à l’Université de Berne (les jeudis de 8h45 à 11h00). Durant les 8 modules, les intervenant-e-s du DFAE et du CSDH ou les spécialistes externes présenteront les aspects suivants de la protection des droits humains:

Base légale internationale et nationale des droits humains;
Droits civils et politiques;
Droits économiques, sociaux et culturels / Agenda 2030 et droits humains;
Législation nationale versus internationale: effets sur les droits humains;
Droits des femmes et égalité des sexes;
Économie et droits humains;
Les droits humains à l’époque de la numérisation;
Questions et discussions.

Le nombre de participant-e-s externes est limité à 15. Les participant-e-s devraient posséder d’excellentes connaissances passives du français et de l’allemand (les présentations seront en français ou en allemand). Si des collaboratrices ou collaborateurs de votre entreprise sont intéressés par cette formation continue et souhaitent y participer, vous pouvez les inscrire jusqu’au 14 décembre 2018 auprès de luisa.jakob@skmr.unibe.ch (max. 2 personnes par organisation).




Lesenswertes

              Lecture intéressante

Echte Männer weinen nicht

Wir haben als Gesellschaft bestimmte Vorstellungen von Männlichkeit, die nicht nur schädlich, sondern gefährlich sind – und zwar für alle Geschlechter. mehr




Offene Stellen

              Offres d'emplois

Expertin/Experten für die Schweiz in der Expertengruppe des Europarats für die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (GREVIO)

GREVIO ist ein unabhängiges Expertengremium, welches primär die Umsetzung des Übereinkommens des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt (Is- tanbul Konvention) durch die Vertragsstaaten überprüft. GREVIO verfasst Berichte zur Beurteilung der Gesetzgebung, sowie politischer und sonstigen Maßnahmen der Vertragsparteien. In den Fällen, in de- nen Maßnahmen zur Verhinderung schwerer, weit verbreiteter oder wiederholter Gewalttaten im Sinne des Übereinkommens erforderlich sind, kann GREVIO ein Untersuchungsverfahren einleiten. GREVIO kann auch allgemeine Empfehlungen zu Themen oder Konzepten des Übereinkommens ausarbeiten. Das Arbeitsprogramm wird ergänzt durch Aktivitäten im Zusammenhang mit der Zivilgesellschaft.
Das Gremium besteht aus 15 unabhängigen Expertinnen und Experten. Für die Periode 2019-2023 werden 10 der 15 GREVIO-Sitze neu vergeben, wobei bisherige Amtsinhaber/innen erneut kandidieren können. Das Mandat ist maximal einmal verlängerbar. Die Schweiz beabsichtigt, sich mit geeigneten Kandidatinnen/Kandidaten um einen dieser Sitze zu bewerben. Daneben können weitere 26 Vertrags- staaten Bewerbungen einreichen. Nach dem nationalen Selektionsverfahren folgt voraussichtlich am 1. April 2019 ein kompetitives Wahlverfahren in Strassburg. Es besteht somit keine Wahlgarantie nach erfolgreicher Vorselektion auf nationaler Ebene. Der Amtsantritt erfolgt am 1. Juni 2019. mehr




Passend zu diesem Monat

              Convient pour ce mois-ci




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